Neben dem Einkauf regionaler, saisonaler, biologischer und fair gehandelter Lebensmittel spielen auch andere Faktoren wie die effiziente Nutzung von Ressourcen, insbesondere von Wasser und Energie bei der Lebensmittelproduktion oder der Schutz bedrohter Arten (insbesondere Meerestiere und Fisch), eine wichtige Rolle für einen nachhaltigen Einkauf.
Erhöhen Sie den Anteil regionaler Produkte, um Transportemissionen zu vermeiden („je näher, desto besser“), und erwägen Sie daher, lokale Lieferketten aufzubauen oder eigene Gärten anzulegen, um z. B. frische Kräuter zu ernten.
Verwenden Sie, wann immer möglich, saisonale und biologisch angebaute Produkte. Die Gäste legen zunehmend Wert auf frische und gesunde Lebensmittel.
Reduzieren Sie Fleisch (insbesondere Rindfleisch), Meeresfrüchte und Milchprodukte und bieten Sie attraktive vegetarische und vegane Alternativen an.
Reduzieren oder vermeiden Sie Verpackungsmaterial und verwenden Sie, wenn möglich, größere Behälter, die wiederverwendet werden können. Arbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Lieferanten darauf hin, weniger Verpackungsmüll zu produzieren.
Beachten Sie beim Einkauf folgende drei Leitsätze*:
1. Kaufen Sie mehr:
lokal produzierte Lebensmittel
Kartoffeln
Eier aus Freilandhaltung
Getreide inklusive Pasta
Wenn Fleisch, dann Schweine- und Hühnerfleisch und Wild
Lebensmittel mit langer Haltbarkeitsdauer
2. Kaufen Sie weniger:
Rindfleisch
Tiefseefisch wie Dorsch oder gezüchteten Raubfisch wie Lachs
Reis
Lebensmittel außerhalb der Saison
3. Kaufen Sie so wenig wie möglich:
Gemüse aus konventionell beheizten Treibhäusern
Luftfrachtimporte
bestimmte Arten, wie Riesengarnelen oder Hummer
importiertes Rindfleisch
Arbeiten Sie mit Ihren Lieferantinnen und Lieferanten in Richtung Nachhaltigkeit
Die meisten Gastgewerbebetriebe arbeiten mit mehreren lokalen und internationalen Lieferantinnen und Lieferanten zusammen. Prüfen Sie deren Nachhaltigkeitsleistung regelmäßig. Sie sollten Ihre Lieferantinnen und Lieferanten demnach nicht nur nach dem Preis beurteilen, sondern auch ökologische, soziale und kulturelle Aspekte einfließen lassen. Insbesondere wenn die Preisunterschiede gering sind, sollten Sie sich für das Unternehmen mit der besseren Nachhaltigkeitsleistung entscheiden.
Fragen Sie bei Ihren Lieferantinnen und Lieferanten nach:
Arbeitsbedingungen der Beschäftigten
faire Handelsbedingungen entlang der Lieferkette
Verbot bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Bevorzugung ökologisch vorteilhafter Produkte
Bevorzugung frischer, saisonaler, biologischer und lokaler Produkte
Links
Weitere Informationen und Tipps zur klimafreundlichen Hotelküche von der Initiative „Klimateller“
*Quelle: Gössling (2011) Food management in tourism: Reducing tourism’s carbon ‘foodprint’